Kaffeeernte und Weiterverarbeitung - Teil 2


Kaffeeernte und Weiterverarbeitung - Teil 2

Copyright: bonga1965 / bigstockphoto.com

Cupista Texttrenner - Illustration Kaffeebohne

Wenn heute per Hand geerntet wird, dann meist direkt vom Baum. So wird dies vor allem in Mischkulturen und in hügeligen Anbaugebieten praktiziert. Hierbei können die erfahrenden Erntehelfer bereits am Baum die Hauptarbeit der Qualitätskontrolle durchführen. Nur reife Kirschen werden gepflückt und zur Sammelstelle gebracht. Unreife Kirschen verbleiben am Baum, bis dieser nach zirka einer Woche erneut zum Pflücken aufgesucht wird. Die Handauslese nennt man Picking oder selektive Kaffeeernte und ist die zeitaufwändigste Methode. Die Erntequalität ist am höchsten.

Beim Stripping werden die Kaffeekirschen mit einer Art Rechen von der Pflanze abgekämmt. Diese Methode ist natürlich viel schneller. Die geernteten Kirschen landen auf Planen, die vorher unter den Bäumen ausgelegt wurden. Der Nachteil dieser Art liegt eindeutig in der gemischten Qualität der Kirschen und an der Beilese (Blätter, Zweige …). Grüne und überreife Kirschen müssten eigentlich herausgelesen werden, da diese die Qualität stark beeinträchtigen. Dieser Arbeitsschritt wird im Nachgang gemacht. An dieser Stelle sind aber die noch grünen Kirschen bereits verlorenes Kapital, welches weggeworfen werden müsste. Deshalb wird die Auslese eher grob durchgeführt, um nicht allzu viel Gewichtsverlust hinnehmen zu müssen. Diese Erntemethode wird vorrangig auf Plantagen großer Kooperativen eingesetzt.

Cupista Texttrenner - Illustration Kaffeebohne

Zur Unterstützung übernehmen mancherorts Erntemaschinen diesen Job. Auf riesigen Kaffeefarmen in Brasilien und Vietnam fahren die Maschinen die zwischen den Pflanzen angelegten Wege ab und ernten im Akkord. Dabei holen gegenläufig rotierende Bürsten alles Mögliche vom Ast, sodass der gestrippte Baum danach tatsächlich ziemlich nackig da steht. Eine Reife- oder Qualitätsprüfung führt so eine Maschine natürlich nicht durch.

Die Kaffees der Supermarktketten stammen fast ausschließlich aus maschineller Ente. Der daraus entstehende Kaffee ist also immer nur ein Kompromiss aus mehr oder weniger reifen Kirschen und möglichst profitablen Anbau- und Verarbeitungsmethoden. Bei Cupista bemühe ich mich, nur auserlesene Kaffees anzubieten. Dazu gehört natürlich auch eine fair bezahlte und umweltschonende Handauslese bei der Kaffeeernte.

Das Waschen und Trocknen - Teil 3

Wie wird Kaffee geerntet - Teil 1

Cupista Texttrenner - Illustration Kaffeebohne

Cupista VG Wort - Zählmarke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Die mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.